Das theologische Profil Joseph Ratzingers

Manuel Schlögl

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Sein Den­ken in den Kon­tro­ver­sen der Zeit

Joseph Ratz­in­ger gilt als Jahr­hun­dert­theo­lo­ge. Sei­ne Theo­lo­gie hat sich schon sehr früh im Dia­log mit den aktu­el­len Fra­gen von Zeit, Kir­che und Glau­be ent­fal­tet und seit sei­ner Bischofs­wei­he zuneh­mend als amt­li­che Theo­lo­gie in der katho­li­schen Kir­che eta­bliert. Dabei hat Ratz­in­ger kei­ne Kon­tro­ver­sen gescheut und sich immer wie­der mit alter­na­ti­ven theo­lo­gi­schen Mei­nun­gen kri­tisch-kon­struk­tiv auseinandergesetzt. 

Manu­el Schlögl stellt Ratz­in­gers Theo­lo­gie nicht als in sich geschlos­se­ne Ganz­heit, son­dern im Spie­gel ihrer kri­ti­schen Rezep­ti­on dar. Die chro­no­lo­gi­sche Abfol­ge macht ver­ständ­lich, wie Ratz­in­ger man­che sei­ner Posi­tio­nen über­dacht, ver­än­dert oder auch pro­fi­liert und ver­stärkt hat. Gera­de der Ver­gleich mit ande­ren Vor­den­kern der nach­kon­zi­lia­ren Erneue­rung wie Karl Rah­ner, Johann Bap­tist Metz, Wal­ter Kas­per und Hans Küng las­sen Bedeu­tung und Gren­zen sei­ner Theo­lo­gie erkennen. 

Durch Her­an­zie­hung neu­es­ter For­schungs­li­te­ra­tur sowie umfang­rei­cher Archiv­re­cher­chen und Zeit­zeu­gen­in­ter­views ent­steht das leben­di­ge Por­trät einer Theo­lo­gie, die die Aus­ein­an­der­set­zung mit den zen­tra­len Fra­gen der Moder­ne nicht gescheut hat. 

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